Überall siehst du das Lächeln der Menschen. Im Internet kursieren Milliarden von Fotos, von Momentaufnahmen und Gefühlen. Sie weinen vor Glück. Sie lachen. Sie blicken und posen gekonnt vor der Linse. Auf dem Boden, auf dem Bett, vor einem Spiegel, in der Luft, allein, zusammen, mit Tieren, mit Pistolen, mit Essen, vor Statuen, im Urlaub, auf der Party, in einem Fotostudio, im Fotoautomaten, für ihre Ausweise, für Oma und Opa, für das Klassenfoto.
Für die Erinnerung.
Die Erinnerung an etwas was in der Vergangenheit liegt.
Etwas, woran man sich gerne zurück erinnern will.
Etwas, woran man sich nicht gerne zurück erinnern will, aber muss.
Du schaust dir das Foto an, du siehst dich mit deinen Freunden lachend vor der Kamera sitzen. Du wirst wieder versetzt, in den Moment an dem ihr dieses Bild geschossen habt.
Ich habe gestern meine Kiste geöffnet, mit Bildern von dir und mir, von mir und ihr, von uns allen. Ich war so glücklich. Doch dann sagte jemand, dass all diese Fotos sowieso nur gestellt wären. Diese gestellten Fotos. Das gestellte Foto.
Das ist nicht wahr!
Weißt du denn nicht wieviel du mir bedeutest?
Siehst du an meinem Blick nicht wie ich den Moment mit dir genieße?
Dieses Foto zeigt mir einen Aufnahme, eine ganz kurze Situation in meinem Leben.
Dieser Moment, so wunderbar und voller Gefühle.
Alles was du auf diesem Foto siehst ist nicht gestellt.
Zumindest ich nicht, die Person die neben dir sitzt.
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