Dienstag, 22. November 2011

der bisher ekligste Post meinerseits.

ich stecke fest. in einer klebrigen hülle. kriege kaum noch luft, mir ist so kalt und diese feuchtigkeit an meinem nackten körper widert mich an. dieser schleim. grüngelbweiß. was weiß ich. wer weiß was mich da angespuckt hat. was mich angekotzt und angerotzt hat. wer mich in diesen dreckigen sack gestopft hat. womöglich reingepisst und reingewichst. oder ist das blut? mein blut? wessen gottverdammtes blut ist das? es stinkt. nach scheisse. nach reeperbahn am sonntag vormittag. mit bierleichen und vergammeltem, ausgeschiedenen fast-food-fraß. benutzter, ausgeleierter fotze. fettigem haar und schweißfüßen. alter mein magen. als hätte man mit einem hammer draufgepoltert, draufgeschlagen. wer oder was war wohl schon alles in diesem beutel? wer ist hier drinnen schon gestorben? oder anders...wer nicht? ich komme nicht raus und kann mich nicht bewegen. mein magen knurrt. ich friere. ich muss pullern. er schleift mich von straße zu straße. ich darf nicht schreien sonst tötet er meine familie. unter mir spüre ich den dreck des bodens. glasscherben des gestrigen kampfes. ich muss dringend was trinken. säuerlich-ekelhafter geschmack im mund. zahnbelag. ich brauch einen apfel. alter ich darf nur nicht kotzen sonst gümmel ich noch den halben tag mit dem essen in diesem beutel. nein man, ich wünschte ich könnte kotzen. aber ich hab nichts gegessen. sonst würd ja nur säure rauskommen. bäh. mist. er singt. er singt ganz laut. er scheint allein zu sein. er brüllt. mit wem spricht er? verrückt dieser kerl. ich will hier raus. blaue flecken. mein körper ist sicherlich überseht von blauen flecken. was ist passiert? filmriss? nein. oh verdammt. mein kopf. explodiert. jetzt. nein jetzt doch nicht. gleich aber. schleim trieft aus meiner nase. oder ist das blut? es ist so dunkel hier im sack. er zieht mich irgendwo hin. jetzt gehts bergab. es wird feucht. gras. oder wald. alter ist das kalt. es stinkt immernoch unglaublich unmenschlich. psycho man. bestimmt sind meine fingernägel kaputt. bestimmt hab ich dreck unter den noch-heilen fingernägeln. was hat er bloß mit mir vor? er spricht. er sagt irgendwas. man ich verstehe ihn nich. was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? was sagst du? ich verstehe dich nicht. ich höre dich nicht. wo bist du? was mache ich hier? ich darf nicht sprechen sonst tötest du meine familie. du bleibst stehen. ich bleibe stehen. nein, ich hocke in dem sack den du hinter dir her ziehst. gegen meinen willen. es ist ruhig. du tötest mich. bestimmt tötet er mich. ich hör ihn nicht mehr. was passiert jetzt? was kommt nun? schaufel. natürlich. eine schaufel. du gräbst. was sonst. wie in diesen ekelhaften filmen die ich nicht gucken mag. du schaufelst mein grab. lebendig begraben. hatten wir das nicht schonmal? oh gott er bringt mich um. er will es nun wirklich. ich muss schweigen. sonst tötet er nicht nur mich. ich muss mich opfern. nein man, ich bin nicht so tapfer. kein held. das bin ich nicht. ich bin ein nervenwrack. keine drogen, ich war immer schon so. krank. genug geschaufelt? er hört auf zu schaufeln. oh gott dieser gestank, dieser bestialische gestank. wenn ich unter der erde bin...werde ich nur noch diesen gestank einatmen und sterben, verrecken, allein. alter. das geht nich. in aller letzter sekunde. was tue ich? entweder schreie ich und bringe nicht nur mich, sondern auch andere um ihr leben...oder ich schweige und sterbe allein. ich bin so falsch. ein halber mensch. oder doch, ich bin ein mensch. ich schreie. ich schreie um hilfe. die schaufel. ich weiß was passiert. er haut mit der schaufel auf den sack. in dem sack befinde ich mich jedoch. und nochmal. ja du wichser, machs nochmal dann gehts schneller. er weiß das. er hört auf. er will das ich leide. arsch. so war er schon immer. durchtrieben. kündigt seinen suizid an. schwach bist du. ich schreie. um hilfe. sie kommt. ich weiß es. lebenswillen und so. alter dieser gestank. ich esse nie wieder fisch. ich will raus. ich suche die öffnung und versuche den beutel zu zerfetzen. es klappt nicht. er zieht wieder an dem Beutel, schleift mich hin und her und lässt mich in einen graben fallen. fuck ey. ich brülle, ich weine, ich fluche, ich puller. plötzlich. es kommt. er kommt... oh man hoffentlich sieht er nicht das ich gepullert hab. man es ist so dunkel und ich höre schritte, so viele. und geschrei und gebrüll und vorwürfe und ...

weiß.






















































ich öffne meine augen. in einem weißen bett. so sauber, so unschuldig und strahlend-hell. bitte bitte lass mich nicht im himmel sein. ich blicke nach rechts und sehe ein fenster. ich blicke nach links und sehe... ihn. einen anderen. er lächelt. ich tue es ihm gleich. glaube ich jedenfalls. lebe ich noch? hat er bemerkt das ich pullern musste? wie sehe ich aus? er guckt mich an. so schön. so unglaublich schön. er ist mein held. ein retter. ein ritter.

2 Kommentare:

  1. Mir fehlen gerade die richtigen Worte... aber es hat mich nicht losgelassen.

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  2. ich wusste auch nicht ob ich diesen Post veröffentlichen sollte...danke fürs durchlesen, ist ja kein kurzer Text :)

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